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Regine Tebel-Bartels

 

 

Schwarz und Weiß (Auswahl)

 

 

Der Entstehungskontext

Meinen Arbeiten Schwarz und Weiß liegen Schwarzweißfotografien alltäglicher Motive zugrunde. Vor etwa 30 Jahren habe ich sie aufgenommen, selbst entwickelt und Abzüge hergestellt. Über diesen langen Zeitraum haben die Bilder geruht, waren gut aufgehoben und sind niemals ganz in Vergessenheit geraten. Mit dem Angebot des Arbeitens im Fotolabor besinne ich mich auf diese Fotografien zurück.

Ich fotografiere diese Bilder analog ab und knüpfe an meine damaligen Erfahrungen mit verschiedenen Entwicklungsverfahren an. Durch das Übereinanderlegen von Negativen, die Verwendung von Folien und das
immer wieder erneute Fotografieren des Materials schaffe ich Bild-
Kompositionen, die die ursprünglichen Motive nicht mehr erkennen lassen.

Mit der Erhebung der entstandenen Bilder auf die digitale Ebene bewirke
ich ihre „Auflösung“ und damit eine weitere Verwandlung ins Abstrakte.
Die (Be-)Zeichnung des Wesentlichen (im wahrsten Wortsinn) erhält mit der Größe des Formats seine Ausdruckskraft.

Als Bildträger der Fotografien wähle ich filigrane Poster-Hängeleisten aus Aluminium. Je zwei verschiedene, sich ergänzende oder kontrastierende
Drucke klemme ich als „Vorder- und Rückseite“ zwischen die Leisten.
Bei genauer Betrachtung scheinen stellenweise die Konturen der jeweils rückwärtigen Fotografie durch das Papier hindurch und fügen dem Bild eine geheimnisvolle Tiefe hinzu.

Die frei schwebende Hängung unterstreicht den Charakter und die Leichtigkeit der vier bzw. acht Grafiken und lässt sie in ihrer Bewegungsdynamik ‚Fahnen gleich’ erscheinen. Ihre aufeinander Bezug nehmende, versetzte Hängung im Raum ergibt eine Reihung, deren ‚Ende’ eine einzelne Schwarzweißfotografie an der Wand bildet. Die Beweglichkeit der Fotografien im Raum erzeugt ein sich ständig veränderndes Gesamtbild der Präsentation.

 

Im Medienzentrum

Schwarz und Weiß